Sonntag, 14. August 2011

Rezension ~ "Der Junge der Träume schenkte" von Luca Di Fulvio

Titel: Der Junge der Träume schenkte
Originaltitel: La Gang dei Sogni
Autor: Luca Di Fulvio
Verlag:Bastei Lübbe
dt. Erstveröffentlichung: 2011
Einband: Taschenbuch
Seitenzahl: 781 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-404-16061-7


Bewertung: 4 von 5 Punkten








In den Straßen New York's der 1920er Jahre herrscht Krieg zwischen den rivalisierenden Gangs der italienischen und irischen Mafia. Mitten in diesem Krieg lebt Natale, von allen nur 'Christmas' gerufen, mit seiner Mutter Cetta, der Prostituierten. Immer wieder gerät Christmas zwischen die Fronten, doch sein einzigartiges Talent Geschichten zu erfinden, ohne zu lügen, rettet ihm ein ums andere mal das Leben.


Als der vierzehnjährige Christmas der Jüdin Ruth das Leben rettet, verliebt er sich auf den ersten Blick in sie. Doch ihre Liebe ist ebenso stark wie unmöglich. Denn der arme "Kleinganove" Christmas von der Lower East Side ist nicht der geeignete Heiratskandidat für die aus reichem Elternhaus stammende Ruth.

Als Ruth's Familie New York verlässt, schwört Christmas sie eines Tages wiederzufinden.



Warum ich dieses Buch gelesen habe

Wie bei ca. 95% aller Bücher die ich lese, hat mich auch bei diesem das Cover sofort angesprochen. Dieser kleine Spitzbube der um die Häuserecke linst, sagte einfach: "Lies mich!" Und da man bekanntermaßen auf seiner inneren Stimme hören soll, bekniete ich meine Kollegin, bis sie mir das Leseexemplar feierlich (*g*) überreichte. 


Meine Meinung


Im Nachhinein muss ich sagen, dass das Cover ein bisschen irreführt. Ich habe eine Familiengeschichte à la Kate Morton erwartet und war im ersten Moment doch ein wenig geschockt von den Gewaltexzessen die beschrieben werden. "Ist doch logisch!", werden manche vielleicht sagen. Immerhin geht es um die Gangkriege in New York, doch dann täuscht das Cover den Leser gewaltig. 

Einen weiteren Punkt habe ich für die Durststrecke in der Mitte des Buches abgezogen. Klar, das Buch hat fast 800 Seiten, daher ist es nur verständlich, dass Luca Di Fulvio sich Zeit für die Entwicklung seiner Hauptcharaktere genommen hat, doch zwischendurch hatte ich ein- oder zweimal das Gefühl, dass Buch wird künstlich in die Länge gezogen. 


Für die beiden Hauptcharaktere Christmas und Ruth hat der Autor eindeutig ein Händchen gehabt. Der wilde, ungestüme Christmas, der sich durch ein ehrliches Leben und harte Arbeit aus dem Armenviertel ziehen will und die stille, sensible Ruth, die aus ihrem goldenen Käfig fliehen möchte, sind sehr realistisch gezeichnete Figuren, deren Handlungsweise man nachvollziehen  und verstehen kann. 


Abgesehen von den Gewaltausbrüchen, ist "Der Junge der Träume schenkte" ein sehr schöner (und dicker) Schmöker, der bei diesem regnerischen Sommer gerade richtig kommt. 









Kommentare:

  1. Liebe Esther,

    hiermit verleihe ich dir feierlich deinen ersten Award:

    http://ballerstedt.blogspot.com/2011/08/mein-1-award-danke-danke-danke.html

    Viel Spaß damit! :-)

    Liebe Grüße, Franci

    P.S.: Rezi kommt bald...

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  2. Hallo!

    Schöne Rezension. Das Buch steht noch bei mir im Regal und ich traue mich irgendwie nicht so richtig ran. Aber nach deiner Rezension werde ich es mir gleich nochmal überlegen, ob ich das Buch nicht demnächst zur Hand nehme :)

    Ich werde jetzt öfter hier vorbeischauen :)

    Ich würde mich freuen, wenn du auch mal bei mir vorbeischaust :)
    Good books never end.

    Alles Liebe,
    Jule ♥

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Hallo ihr Lieben!
Wenn ihr schon so weit gekommen seid, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir einen kurzen Kommentar da lasst. Für Anregungen, Kritik und vor allem Lob bin ich immer offen und dankbar :)
LG Eure Esther